Navigation überspringen
Quick-Navigator:
Suche:
Förderkreis Umweltschutz in Unterfranken (FUU) e.V.

Sie sind hier: Startseite » AG Nachhaltiges Wirtschaften bei KNAUF - Herausforderung und Chance 

AG Nachhaltiges Wirtschaften bei KNAUF - Herausforderung und Chance


Gruppe vor Knauf in Iphofen

Iphofen. "Wir wirtschaften schon sehr lange nachhaltig", betonte Margit Mehlo vom "Team Nachhaltigkeit" bei einem Treffen der "AG Nachhaltiges Wirtschaften" des Förderkreises Umweltschutz Unterfranken (FUU) am 11. Juli in der Knauf Gips KG Zentrale. Seit fünf Jahren werden nun auch die Berichterstattung und die Strategie gezielt bearbeitet. 2012 erschien bereits der erste Nachhaltigkeitsbericht des Familienunternehmens.



Team Nachhaltigkeit Margit Mehlo

Knauf will Geschäftspartnern und interessierten Bürgern freiwillig Informationen über sein ökonomisches, soziales und ökologisches Handeln zur Verfügung stellen, betonte Mehlo: "Denn wir möchten transparent sein." Im ersten Nachhaltigkeitsbericht wurde der Einfluss der in Deutschland agierenden Knauf-Werke auf Umwelt und Gesellschaft abgebildet. Im zweiten Bericht, der 2015 erschien, wurden auch Ländergesellschaften in Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Spanien und Portugal einbezogen. In Kürze wird der dritte Bericht mit zentralen Kennzahlen, Zielen und Maßnahmen erscheinen. "Diesmal haben wir 18 Knauf-Unternehmen aufgenommen", so Mehlo. Unter anderem kamen Ländergesellschaften in Griechenland und Skandinavien hinzu. Weitere sollen folgen, ist Knauf doch in über 80 Ländern vertreten.

Bei einer Werksführung zeigte Bernd Liczewski von der Knauf Akademie, wie stark das Thema "Nachhaltigkeit" in der gesamten Produktionskette verankert ist. Viel Energie konnte beispielsweise durch die Erneuerung der beiden je 400 Meter langen Bandstraßen eingespart werden. In der Trocknungsanlage werden heute 18 Prozent der eingesetzten Energie zurückgewonnen. Auch Ressourcenschutz wird aktiv gelebt. "Der Ausschuss bei den Gipskartonplatten beträgt nur um die ein Prozen und Gips ist vollständig recycelbar und wird wieder in die Wertschöpfungskette zurückgeführt", so Liczewski.



Diplom-Geologe Pascal Bunk
Wie kompliziert das Thema "Nachhaltigkeit" in Bezug auf den Rohstoff "Gips" ist, legte Pascal Bunk von der Abteilung für Rohstoffsicherung dar. Für Knauf, so der Geologe, wird der Ausstieg aus der Stromerzeugung durch Kohle zu einem Engpass in der Rohstoffversorgung führen, weil ein großer Teil des Gipses durch ein von Knauf entwickeltes Verfahren aus der Rauchgasentschwefelung von Kohlekraftwerken stammt. "REA-Gips hat aktuell bundesweit einen Anteil von 55 bis 60 Prozent", erläuterte Bunk. Gibt es keine Stromerzeugung durch Kohle mehr, fehlt dem Unternehmen eine wichtige Rohstoffquelle. "Die Energiewende bedeutet für den Baustoffsektor aus diesem Grund eine riesige Herausforderung", so Bunk.

Knauf engagiert sich intensiv dafür, den Abbau in den Steinbrüchen nachhaltiger zu gestalten. So werde darauf geachtet, die Eingriffsfläche so gering wie möglich zu halten. Bunk: "Parallel findet eine Rekultivierung statt." Anhand vieler positiver Beispiele kann Knauf heute zeigen, dass aus einem industriell genutzten Steinbruch später ein Biotop geworden ist: "Denn Teile unserer Steinbrüche werden der Natur überlassen." Renaturierte und sogar aktive Steinbrüche zeigen oft eine höhere Artenvielfalt als die für den Abbau beanspruchte und umgebende, immer intensiver genutzte Kulturlandschaft.

Text und Bilder: FUU e.V.
 



19.07.2017

Förderkreis Umweltschutz in Unterfranken (FUU) e.V.

Frankfurter Str. 87, Sudhaus 02
97082 Würzburg
Tel.: (0931) 78097025
Fax: (0931) 78097026
E-Mail: Kontakt

Förderkreis Umweltschutz in Unterfranken (FUU) e.V.
Frankfurter Str. 87, Sudhaus 02 | 97082 Würzburg | Tel.: (0931) 78097025 | info@fuu-ev.de
  OK  
Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung