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Förderkreis Umweltschutz in Unterfranken (FUU) e.V.
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Pressemeldung


Arbeitswege wirtschaftlich, gesund und schadstoffarm gestalten

Konferenz zeigt, wie Betriebe in Mainfranken mit gutem Beispiel vorangehen

Würzburg ist ein wirtschaftlich starker Standort. Das führt zu viel Verkehr: Waren werden angeliefert, Mitarbeiter fahren zu Kunden und über 50.000 Beschäftigte pendeln jeden Tag zur Arbeit - ein Großteil mit dem Pkw. Für die Pendlerinnen und Pendler bedeutet das oft zusätzlichen Stress - zudem entstehen Lärm- und Luftbelastungen.

Am 07.11.17 zeigten der Auto Club Europa e.V. (ACE) mit Unterstützung der Stadt Würzburg und des Förderkreises für Umweltschutz Unterfranken e.V. (FUU), dass es auch anders geht: Wird der Wirtschafts- und Pendlerverkehr besser auf verschiedene Verkehrsmittel verteilt und nutzen damit weniger Beschäftigte als bisher den eigenen Pkw, profitieren alle Seiten. Mitarbeiter, die auf Bus, Bahn oder Fahrrad umsteigen, bewegen sich mehr. Das verringert krankheitsbedingte Ausfälle im Betrieb und entlastet neben den Straßen auch die Umwelt.

"Unternehmen die ein Potenzial von 20% der Beschäftigten haben und davon 10% umsteigen, sollen sich über diese Zahl freuen und nicht über die 80% ärgern die sie nicht erreichen.", betonte Stefan Haendschke, Projektleiter Mobilitätsmanagement vom ACE e.V.

"Rund die Hälfte aller Wege innerhalb Würzburgs werden mit dem PKW zurückgelegt. Bei einer durchschnittlichen Wegelänge von gerade einmal gut sechs Kilomentern, wäre dies häufig auch problemlos mit dem ÖPNV oder Rad zu machen. Deshalb ist es wichtig, Unternehmen und Bürger/-innen, Wege für eine gesunde und nachhaltige Mobilität aufzeigen", hält Umwelt- und Kommunalreferent Wolfgang Kleiner fest.

Einen Schwerpunkt stellte auch das Themengebiet Elektromobilität im Betrieb dar. Dr. Guido Weißmann, Experte für Elektromobilität bei Bayern Innovativ, räumte mit dem Vorurteilen von Elektroautos auf. "Jeder könnte sein Auto über Nacht auch bei sich zu Hause aufladen. Wenn ein Unternehmen überlegt sich ein E-Fahrzeug anzuschaffen, dann soll es das machen. Wenn es allerdings überlegt den Fuhrpark umzustellen, dann sollte es vorher gut konzipiert werden. Aber anfangen ist wichtig!"

Auf der Konferenz im städtischen Siebold-Museum zeigten Betriebe aus Mainfranken, mit welchen Lösungen sie auf Herausforderungen wie Parkraumnot am Unternehmensstandort oder zu hohe Fuhrparkkosten reagieren.

Philipp Hepp,
Umweltmanager von Erbacher - the food Family, berichtete von der Einführung eines betrieblichen Mobilitätsmanagements am Standort Kleinheubach bei Miltenberg. Dabei wurde zunächst eine Mitarbeiterbefragung zu den Mobilitätsbedürfnissen der Beschäftigten und eine Standortanalyse gemacht.
Anschließend wurden Fachsicherheitstrainings angeboten, ein E-Fahrzeug angeschafft und neue Fahrradständer gebaut. Ein Gewinnspiel zur Einsparung von Emissionen auf dem Weg zu Arbeit, soll die Mitarbeiter auch weiterhin motivieren, das eigene Auto mal stehen zu lassen. Auch die Vernetzung von Firmen an Industriestandorten ist entscheidend, betonte Hepp, so können Mitarbeiter weitere Kontakte zur Bildung von Fahrgemeinschaften knüpfen und gemeinsame Mobilitätslösungen wie Werksbusse gefunden werden.

Dr. Christian Seynstahl, Referent Regionalentwicklung der IHK Würzburg-Schweinfurt, stellte die aktuelle Studie zur "Shared Mobility in Mainfranken" vor, die in Zusammenarbeit mit der IHK entstanden ist. Sie steht in den nächsten Wochen kostenfrei zum Downlaod auf der Seite der IHK Würzburg-Schweinfurt zur Verfügung.

Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz auf dem Weg zur Arbeit war Thema von Dr. Julia Steinhäuser, Mitarbeiterin im Bereich Prävention der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG). Sie wies auf den Service der Berufs-Genossenschaften hin, Betriebe bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung im Bereich Mobilität zu unterstützen und auf die Finanzierung von Fahrsicherheitstrainings. Informative Leitfäden rund um das Thema Mobilität sind auf den Seiten der Berufsgenossenschaften zu finden.

Über die Vorteile einer aktiven Mobilität sowohl für Mitarbeiter/-innnen, als auch deren Unternehmen informierten der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC und die AOK Bayern.

In der Abschlussdiskussion betonte Herr Florian Doktorczyk, von der WVV (Würzburger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe), dass sie bis 2020 das Ladenetz für Elektroautos mit 100 weiteren E-Tankstellen ausstatten will. Natürlich sind es vorwiegend  Unternehmen, die hier mitwirken. Aber auch im Landkreis Würzburg werden in den nächsten Jahren weitere öffentliche Ladesäulen hinzukommen.

Die Konferenz hat wiedermal gezeigt, wie brandaktuell und wichtig das Thema "Nachhaltige Mobilität" ist und wie viel getan werden kann! Leider scheitern manche Maßnahmen noch an bürokratischen Hürden und Gesetzen, die es zu überholen gilt.

Wir hoffen, dass es noch viele weitere Initiativen und Unternehmen geben wird, die sich nachhaltig bewegen! 


Über das Projekt "Gute Wege zur guten Arbeit"

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes "Gute Wege zur guten Arbeit" des ACE Auto Club Europa e.V. statt und wurde durch Bundesmittel bezuschusst. Nur so konnten wir diese große Bandbreite von erstklassigen Referenten einladen und die Veranstaltung kostenfrei anbieten.

Das Projekt setzt sich für betriebliches Mobilitätsmanagement ein. Das Konzept stärkt nachhaltige Mobilitätslösungen wie Fahr-gemeinschaften, öffentliche Verkehrsmittel oder den Radverkehr. "Gute Wege zur guten Arbeit" wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert und vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und seinen Mitgliedsgewerkschaften unterstützt.

Weitere Informationen:

Für individuelle Fragen zur Elektromobilität in Würzburg steht der Klimaschutzmanager der Stadt Würzburg, Philipp Mähler, in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung: Telefon 0931 - 37 2741 oder ekz@stadt.wuerzburg.de.

Weitere Informationen zum Umwelt- und Klimschutz in Würzburg gibt es unter www.wuerzburg.de/klima.

Für alle Fragen rund um das Thema Mobilität steht Ihnen der Förderkreis Umweltschutz Unterfranken e.V. auch gern jederzeit zur Verfügung!





Förderkreis Umweltschutz in Unterfranken (FUU) e.V.

Frankfurter Str. 87, Sudhaus 02
97082 Würzburg
Tel.: (0931) 78097025
Fax: (0931) 78097026
E-Mail: Kontakt

Förderkreis Umweltschutz in Unterfranken (FUU) e.V.
Frankfurter Str. 87, Sudhaus 02 | 97082 Würzburg | Tel.: (0931) 78097025 | info@fuu-ev.de